Die Auswahl entscheidet über Haltbarkeit, Haptik und spätere Wiederverwertung. Der digitale Pass weist nach, ob FSC-Quellen genutzt wurden, welche Metalllegierungen verbaut sind, welche Schäume frei von problematischen Additiven bleiben und ob alle Klebstoffe für spätere Trennung, Reparatur oder Upcycling geeignet sind.
Im Alltag zählt, wie gut sich Möbel reinigen, warten und reparieren lassen. Ein QR-Scan eröffnet bebilderte Schrittfolgen, Drehmomentangaben, Stoffmuster, Ersatzteilnummern und Kontaktdaten geprüfter Werkstätten. Dadurch verlängert sich die Nutzungszeit deutlich, und die emotionale Bindung wächst, weil geliebte Stücke zuverlässig funktionsfähig bleiben.
Unter dem Dach der ESPR entsteht ein einheitlicher Rahmen, der Produktinformationen zugänglich, vergleichbar und verifizierbar machen soll. Für Möbel bedeutet das voraussichtlich Anforderungen an Materialangaben, Reparierbarkeit, Haltbarkeit, Schadstofffreiheit und Kreislauffähigkeit, unterstützt durch maschinenlesbare Formate, prüfbare Nachweise und standardisierte Zugriffsmethoden.
Offene Schnittstellen verhindern Insellösungen. Wenn Hersteller, Händler, App-Anbieter und Recycler gemeinsame Vokabulare, IDs und Sicherheitsverfahren nutzen, lassen sich Daten entlang der Kette nahtlos aktualisieren. Das reduziert Dubletten, Fehler und Medienbrüche, erleichtert Audits und schafft die Grundlage für innovative Services rund um Nutzung und Rückgabe.
Vertrauen entsteht, wenn sensible Detailinformationen geschützt und trotzdem relevante Fakten zugänglich bleiben. Rollenkonzepte, abgestufte Sichtbarkeiten, Signaturen und revisionssichere Protokolle helfen, geistiges Eigentum, personenbezogene Informationen und Sicherheitsdatenblätter zu wahren, ohne Reparaturbetriebe, Kundinnen oder Behörden von notwendigen, überprüfbaren Informationen abzuschneiden.
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